Versicherung & Absicherung

INTER CyberGuard – Private Cyberversicherung für die ganze Familie

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Was Sie wissen sollten

Dieser Beitrag dokumentiert ein historisches Ereignis oder den damaligen Informationsstand aus 2022. Genannte Konditionen, Aktionen und Programme sind keine aktuellen Angebote. Prüfen Sie vor einer Entscheidung die heute geltenden Bedingungen.

Lesezeit: 4 Minuten

Der Hardware sieht man von außen an, wenn ein Update nötig ist. Bei Software ist das nicht der Fall – was Hackern leider Tür und Tor öffnet. Deshalb unser Tipp: Halten Sie Programme und Anwendungen auf dem aktuellsten Stand. Denn ob #Viren, #Trojaner, #Ransomware – #Cyberangriffe richten sich immer häufiger auch gegen Privatpersonen.

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Gefahr aus dem Netz

Immer mehr Privatpersonen werden Opfer von Cyberattacken. Mit dem passenden Versicherungsschutz lassen sich die Folgen abmildern.

„Sie bist gehackt worden – deine Daten ist verschlüsselt. Bitte überweise 0,2 Bitcoin, um Ihre Daten wiederzuerlangen.“ Die aufpoppende Warnmeldung auf Ralf Schuberts Bildschirm war für den 37-jährigen Deutschlehrer gleich in dreifacher Hinsicht ein Schock. Neben der offensichtlichen grammatikalischen Schwäche der Angreifer war es vor allem der Umstand, dass sie Recht hatten: Wie durch Zauberhand waren sämtliche ‚Eigene Dateien‘ inklusive der Bilderordner und der gesammelten Unterrichtsmaterialien (Word, Excel, PDF,…) in ein anderes Dateiformat umgewandelt worden und ohne den Zugangscode nicht mehr zu öffnen. „Fast noch ärgerlicher war für mich aber, dass ich selbst schuld war“, so Schubert. Der Grund: Er hatte arglos den Anhang einer E-Mail geöffnet, deren Absender er gar nicht kannte. „Eigentlich habe ich das schon so oft gelesen – und dann doch den Fehler gemacht.

“Ralf Schubert ist nur eine von immer mehr Privatpersonen, die ins Fadenkreuz von Cyberkriminellen geraten. So wurde laut Umfrage des Digitalverbands Bitkom im vergangenen Jahr mehr als jeder zweite ‚Onliner‘ Opfer von kriminellen Vorfällen im Internet. Am häufigsten wurde über Schadprogramme auf dem Smartphone oder Computer geklagt. Besonders sogenannte Ransomware, die – wie im Falle von Ralf Schubert – Dateien verschlüsselt und so ein ‚Lösegeld‘ (engl. Ransom) erpresst, erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Hackern.

Ein grundsätzliches Problem besteht in der dennoch weit verbreiteten Arglosigkeit sowie fehlendem Risikobewusstsein bei Internetnutzern. „Wir kennen das bereits aus dem Bereich der betrieblichen Beratung“, erklärt Nikolaus Stapels, IT-Experte und auf Cyberrisiken spezialisierter Riskmanager. „Während eigentlich jedes größere Unternehmen massiv in die eigene IT-Sicherheit und auch vermehrt in dazu passenden Versicherungsschutz investiert, halten sich kleinere Unternehmen oder Einzelselbständige schlicht für zu klein, um ins Visier der Angreifer zu geraten. Dabei kann vor allem für diese Zielgruppe ein Angriff existenzbedrohend sein.“ Genauso meinen auch viele Privatanwender, dass sie unter dem Radar fliegen oder schlicht nicht interessant für Kriminelle sind. Dass diese Einschätzung falsch ist, belegen die Bitkom-Zahlen eindrücklich. Das Problem liegt im fehlenden Verständnis dafür, wie Hacker-Angriffe ablaufen. Denn die Cyberkriminellen gehen nur in seltenen Fällen gezielt gegen konkrete Angriffsziele vor. „Die meisten Angriffe sind Zufallstreffer, die Kriminellen schicken Millionenfach Mails raus, die inhaltlich immer besser werden. Ein unbedachter Klick kann dann ausreichen, um alle Daten zu verlieren.“, so Stapels. Das gilt insbesondere für Phishing- oder Pharming-Angriffe, bei denen Nutzer irrtümlicherweise ihre Passwortdaten preisgeben, weil sie auf täuschend echt aussehende, aber gefälschte Internetseiten geleitet werden. Auch wenn Hacker millionenfach Kreditkartendaten und persönliche Daten durch Angriffe auf Seitenbetreiber erbeuten, sind Privatpersonen nur indirektes Ziel, aber letztlich diejenigen, bei denen der Schaden entsteht. Hinzu kommen Betrugsfälle, in denen sich ein vermeintlich seriöser Händler doch als Fakeshop entpuppt und bestellte und bereits bezahlte Waren niemals den Kunden erreicht.

Internetnutzer haben darüber hinaus nicht nur mit Vermögensdelikten wie Diebstahl oder Betrug zu kämpfen. Jeder Elfte (9 Prozent) gibt laut Bitkom-Umfrage an, im Internet bereits verbal massiv angegriffen oder beleidigt worden zu sein. Vor allem unter Jugendlichen steigt die Anzahl der Fälle von Cybermobbing und sexueller Belästigung im digitalen Raum steil an. Ein weiteres Phänomen: Identitätsdiebstahl. Bei 5 Prozent der Nutzer haben sich andere Personen der eigenen digitalen Identität bemächtigt, bei genauso vielen wurden unerwünscht Mails im eigenen Namen versendet. Wieder Herr über die eigenen Profile und Daten zu werden, kann kompliziert und vor allem: teuer werden – vor allem, wenn man ohne professionelle Unterstützung nicht mehr weiterkommt.

Seit einigen Jahren bieten Versicherungen deshalb auch Cyber-Schutz für Privatpersonen an. Leider sind die Angebote der Versicherer sehr unterschiedlich und nur schwer zu vergleichen. Teils gibt es die Absicherung als eigenständiges Produkt, teils als Zusatzbaustein zur Rechtsschutz- oder Hausratversicherung – und in ganz unterschiedlicher Ausgestaltung, was die abgedeckten Risiken betrifft. „Zunächst sollte also idealerweise mit dem persönlichen Berater abgeklärt werden, ob schon partiell Versicherungsschutz besteht“, rät Stapels. So sei der Schutz vor Schäden, die man selbst Dritten durch elektronische Datenübertragung im Internet, per E-Mail oder mittels mobiler Datenträger zufügt, mittlerweile standardmäßig in vielen Privathaftpflichtpolicen integriert. „Auch in der Rechtsschutzversicherung und der Hausratversicherung werden Bausteine gegen diverse Cyber-Risiken angeboten, sind aber meist nicht automatisch enthalten.“

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